Materialdatenbank Glücksspielsucht

Titel

Video: Computerspiele-Sucht und die Verkaufs-Tricks der Hersteller | ZDFzoom

Herausgeber_innen/ Autor_innen
ZDF
Jahr
2021
Bezug über
ZDF
Format
Medien
Beschreibung

Computerspiele können süchtig machen. Vor allem junge Menschen sind gefährdet. Laut DAK-Gesundheit ist das Gaming bei fast 700.000 Kindern und Jugendlichen riskant oder pathologisch. Durch Corona hätten sich die Spiel-Zeiten vieler Jugendlicher um bis zu 75 Prozent erhöht. Prof. Thomasius vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf sagt: „Vor zehn Jahren waren die Jugendlichen 16 bis 18. Heute kommen wir immer öfter mit 12-13-Jährigen in therapeutische Kontakte“. Thomasius leitet das „Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters“. Jedes Jahr werden hier ca. 1600 Kinder und Jugendliche auf Suchterkrankungen behandelt. 400 davon sind abhängig von digitalen Medien. Dazu gehören vor allem PC- und Handyvideospiele. Die Therapie ist interdisziplinär: Ärztinnen, Psychologen, Körper-, Musik- und Ergotherapeutinnen arbeiten auf verschiedenen Ebenen mit den jungen Patienten. Es gibt sogar eine klinikeigene Schule. Prof. Thomasius hat das Suchtzentrum vor Jahren mit aufgebaut. Das Ziel bei Mediensucht: die Kinder und Jugendlichen an einen entspannten Umgang mit der digitalen Welt heranzuführen. Sie sollen lernen, wieder ohne Abhängigkeit und zwanghaftem Verhalten zu leben. Professor Rainer Thomasius und andere Experten sehen aber auch die Spieleindustrie in der Verantwortung, Spielerinnen und Spieler besser zu schützen. Die Branche hat zuletzt, wohl auch Dank der Corona-Pandemie, massive Umsatz-Steigerungen erzielt. Vor allem mit sogenannten „freemium Games“. Das sind Spiele, die man sich anfangs kostenlos herunterladen kann, bei denen aber besondere Spielfortschritte und Erweiterungen Geld kosten. Insider aus der Games-Branche berichten ZDFzoom-Autorin Susanna Zdrzalek, mit welchen Mechanismen Game-Designer versuchen, die Nutzer möglichst lange ans Spiel zu binden. Und mit welchen Kniffen die Spieler dazu gebracht werden, sich das auch immer mehr kosten zu lassen.