Material und Kampagnen

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Materialien des Präventionsprojekts Glücksspiel | pad gGmbH

Bestellservice

Über unseren Bestellservice können Sie aktuelles Informations- und Kampagnenmaterial vom Präventionsprojekt Glücksspiel bei üblichen Bestellmengen innerhalb von Berlin kostenfrei (nur Versandkosten) anfordern. Interessierte aus anderen Bundesländern erhalten mit den bestellten Materialien eine Rechnung.

Bitte gehen Sie für Ihre Bestellung wie folgt vor:

  • Füllen Sie das Bestell-Formular aus
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  • Senden Sie das Formular als Anhang per Mail an das Präventionsprojekt Glücksspiel praevention.gluecksspiel@pad-berlin.de

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Kampagnen

Um verschiedene Zielgruppen für die Risiken einer Glücksspielsucht zu sensibilisieren, führt das Präventionsprojekt Glücksspiel regelmäßig Kampagnen durch. Einige dieser Kampagnen stellen wir Ihnen hier vor.

Poker hat sich in den letzten Jahren weit verbreitet. Aufgrund der zunehmenden Popularität – auch in Folge öffentlichkeitswirksamer Werbung durch Prominente – wird der Glücksspielcharakter von Spielenden zumeist ausgeblendet. Persönliche Chancen und Kompetenzen, das Pokerspiel zu beeinflussen, werden folglich oft überschätzt.

Dabei hat Poker eine eindeutig ausgeprägte Glücksspielkomponente. Das gesamte Spiel ist darauf ausgelegt, dass die Karten zufällig verteilt werden. Den Spieler_innen ist somit nicht bekannt, welche Karten ihre Mitspielenden erhalten oder welche Karten noch aufgedeckt werden. Letztlich gibt also der Zufall die Karten.

Um diesen Umstand zu visualisieren, werden auf der Postkartenrückseite die Schach- und Pokerweltmeister von 2000 bis 2014 miteinander verglichen. Die Tabelle verdeutlicht, dass beim Poker auf Dauer der Zufall über den Spielausgang entscheidet. Denn während einige Schachweltmeister aufgrund ihrer Kompetenz viele Jahre ihre Titel verteidigen können, gibt es jedes Jahr einen neuen Pokerweltmeister.

Ziel der Kampagne ist es, für unrealistische Erwartungshaltungen und kognitive Verzerrungsmuster zu sensibilisieren. In Anlehnung an die sehr erfolgreiche Sportwetten-Kampagne arbeitete das Präventionsprojekt wieder mit dem Comiczeichner Helge Vogt zusammen, um über glücksspielbezogene Risiken aufzuklären und auf verantwortungsbewusstes Spielverhalten hinzuweisen.

Über einen Zeitraum von 14 Tagen wurden im Jahr 2015 an 150 Locations über 44.000 deutschsprachige Postkarten in den Berliner Bezirken Kreuzberg, Neukölln und Mitte verteilt.

Im Jahr 2016 sind die Postkarten neben deutscher auch in arabischer und türkischer Sprache erschienen und können über das Bestellportal angefordert werden.

Jedes große Turnier schreibt seine persönlichen Überraschungsmomente. Außenseiter, mit denen niemand gerechnet hätte, werden zum großen Favoritenschreck. Auch bei der Europameisterschaft 2016 gab es Mannschaften, auf die im Vorfeld sicher nur wenige ihr Geld gesetzt haben. Doch im Sport ist alles möglich.

Das Wetten auf sportliche Ereignisse reizt viele Menschen. Bei geringen Wetteinsätzen stehen Spaß und Spannung im Vordergrund. Eine große Suchtgefahr bergen hingegen insbesondere sogenannte Live-Wetten, bei denen noch während des laufenden Spiels Geldeinsätze auf Ereignisse abgegeben werden können. Sie verleiten dazu, mehr Geld auf mehr Geschehnisse zu setzen als ursprünglich geplant. Wettbegeisterte überschätzen dann leicht ihre Kenntnisse und ignorieren, dass im Sport der Spielausgang auch dem Zufall unterliegt.

Aktuelle Studien belegen, dass besonders 18- bis 20-jährige Männer mit Migrationshintergrund gefährdet sind. Dabei ist vor allem der Anstieg der Teilnahme an illegalen Sportwetten besorgniserregend. Um auf das Suchtpotenzial von Sportwetten aufmerksam zu machen, hat das Präventionsprojekt Glücksspiel neue Postkarten und Plakate in arabischer, deutscher sowie türkischer Sprache entwickelt.

Das Material wurde an zahlreiche Berliner Sportvereine verschickt und darüber hinaus im deutsch-türkischen Stadtmagazin Hey Berlin veröffentlicht. Mit einer Auflage von 10.000 kostenlosen Exemplaren in Konsulaten, Behörden, Vereinslokalen, Geschäften und Arztpraxen brauchen die Leser_innen keine weiten Wege gehen, um das Magazin zu erhalten.

Ziel dieses Vorgehens ist es, vor allem junge Männer in ihrem direkten Lebensumfeld zu erreichen und sie für die Suchtgefahr von Sportwetten zu sensibilisieren. Die Materialien sind über das Bestellportal erhältlich.

Im Jahr 2013 zeigten ca. 800.000 Menschen in Deutschland ein problematisches oder süchtiges Glücksspielverhalten. Mehr als 75 % der Spieler_innen in ambulanten Suchtberatungsstellen waren den Geldspielautomaten verfallen.

Glücksspieler_innen sind meist Hoffnungstäter, die mit allzu rationalen Botschafen nur schwer zu erreichen sind. Deshalb zielt die Kampagne darauf ab, die Botschaft emotional zu verankern.

Die Idee ist, Glücksspieler_innen aufzuzeigen, dass ihnen im Augenblick des Spielens am Geldspielautomaten eine falsche Erwartung suggeriert wird. Für diesem Umstand lassen sich viele bildliche Redensarten finden, welche in kurzen humorvollen Spots mit den Radiomoderatoren John und Rasheed von JamFM zur Vorsicht appellieren.

Im Jahr 2013 zeigten ca. 800.000 Menschen in Deutschland ein problematisches oder süchtiges Glücksspielverhalten. Das Automatenspiel gehörte dabei zu den besonders suchtgefährdenden Spielformen. Kognitive Verzerrungsmuster liefern eine Erklärung für die zunächst verwunderliche Tatsache, dass regelmäßiges Glücksspiel trotz zunehmender negativer Folgen aufrechterhalten wird.

Denn es liegt in der menschlichen Natur, auch bei zufallsbedingten Phänomenen einen logischen Zusammenhang herstellen zu wollen. So entsteht der Irrglaube, das Ergebnis eines Glücksspiels wäre voraussehbar oder ließe sich gar durch Rituale und Talismane steuern.

Diese Argumente werden von der potentiellen Zielgruppe vermutlich lieber negiert oder verdrängt. Deshalb entschloss sich das Präventionsprojekt Glücksspiel, die Botschaft „Spielautomaten machen reich! Aber nicht Dich! Da hilft auch keine Glückssträhne“ in einem Filmspot kreativ zu transformieren, um die nötige Beachtung zu finden. Der erfolgreiche Spot hat vielfach Beachtung gefunden.

Material­daten­bank

Title
Jackpot. Aus dem Leben eines Spielers. Eine wahre Geschichte

Editor/Author
Schuller, A.

Open

Title
Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland. Ergebnisse des Surveys 2015 und Trends. Forschungsbericht der BZgA

Editor/Author
Haß, W., Lang, P.

Open

Title
Website für Glücksspieler*innen und ihre Angehörigen www.fairspielt.info

Editor/Author
Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht (fdr e.V.)

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Title
Wenn-Ich-Karten zum Thema Glücksspielsucht. Eine spielerische Auseinandersetzung

Editor/Author
Aktion Jugendschutz Bayern e.V.

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Title
Das Geldwäscherisiko verschiedener Glücksspielarten

Editor/Author
Fiedler, I., Teichert, T., Adams, M.

Open

Title
Rückfall bei Pathologischem Glücksspiel

Editor/Author
Müller, K. W., Wölfling, K.

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Title
Dokumentation des 11. Berliner Suchtgespräch. Suchthilfe in der kulturellen Vielfalt

Editor/Author
Gesamtverband für Suchthilfe e.V.

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Title
Unser Suchtbericht. Wie er und sie mit seiner Sucht umgehen. Tagebuch einer Therapie

Editor/Author
Sender, G., Sender, K.

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Title
Selbstheilung bei pathologischen Glücksspielern: Die Bedeutung suchtunspezifischer Hilfen und persönlicher Vermeidungsstrategien

Editor/Author
Kalke, J., Buth, S.

Open

Title
Sportwetten Präventionsmaterialien - Ins abseits gespielt?

Editor/Author
Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.

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Title
In einer Spirale nach oben. Arbeitshilfe zur Reduktion des eigenen Glücksspielverhaltens

Editor/Author
Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen

Open

Title
Jahrbuch Sucht 2017

Editor/Author
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V

Open

Title
Prävention glücksspielbezogener Probleme im Jugendalter-Maßnahmen und Erfahrungen aus Deutschland

Editor/Author
Hayer, T.

Open

Title
Tagungsdokumentation. 28. Fachtagung des Fachverbandes Glücksspielsucht e.V.

Editor/Author
Fachverband Glücksspielsucht e.V.

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Materialien

Elternbriefe und Informationsblätter

Informationsblätter:

Die Informationsblätter geben Auskunft über Zahlen, Daten und Fakten zu Glücksspiel und Glücksspielsucht.

Elternbriefe:

Darüber hinaus geben Elternbriefe in arabischer, türkischer, deutscher und vietnamesischer Sprache nützliche Tipps für Angehörige, wie sie Kinder und Jugendliche vor den möglichen Gefahren einer Glücksspielsucht schützen können.

Newsletter

Der regelmäßig erscheinende Newsletter des Präventionsprojekts Glücksspiel bietet Informationen rund um das Thema Glücksspielsucht, einen Überblick über aktuelle Fachveröffentlichungen, Hinweise auf bevorstehende Veranstaltungen und aktuelle Informationen rund um das Präventionsprojekt.

Hier können Sie sich für zukünftige Newsletter anmelden.

Sperranträge

Die Spielersperre ist ein zentrales Instrument zum Schutz der Spieler_innen und zur Bekämpfung der Glücksspielsucht. Mittels Selbstsperre haben Menschen mit einer Glücksspielsuchtgefährdung oder problematischem bzw. süchtigem Spielverhalten die Möglichkeit, sich vom Spielbetrieb in Spielhallen, Spielbanken, Sportwettbüros und Lottoannahmestellen auszuschließen.

  • Die Selbstsperre gilt zunächst für ein Jahr.
  • Eine Aufhebung der Sperre muss von der gesperrten Person beantragt werden.
  • Gesperrten Glücksspieler_innen wird die Teilnahme am Spiel in der entsprechenden Spielhalle, Spielbank, dem Wettbüro oder in der Lottoannahmestelle verwehrt.

Ein Formular zur freiwilligen Selbstsperre in Spielhallen steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.  Sperrwillige können sich den Antrag ausdrucken und beachten bitte die folgende Vorgehensweise:

  • Füllen Sie den Antrag mit Ihren persönlichen Angaben und den Angaben zur Spielhalle aus und unterschreiben Sie es.
  • Reichen Sie das Formular persönlich oder postalisch bei der entsprechenden Spielhalle ein.
  • Legen Sie dem Antrag eine Kopie Ihres Ausweises / Reisepasses bei oder zeigen Sie diesen bei persönlicher Abgabe beim Spielhallenbetreiber / Personal vor.
  • Die erste Seite des Formulars ist für die Spielhalle bestimmt. Die zweite Seite ist eine Quittung für Sie. Diese ist durch das Spielhallenpersonal auszufüllen und zu unterschreiben.
  • Nach Einreichung des Formulars und Quittierung durch das Spielhallenpersonal ist die Spielersperre in der betreffenden Spielhalle wirksam.
  • Sollten Sie sich in mehreren Spielhallen sperren lassen wollen, muss für jede einzelne Spielhalle eine Spielersperre beauftragt werden.