Materialdatenbank Glücksspielsucht

Titel

Neurobiologische und genetische Befunde bei pathologischem Glücksspiel

Herausgeber_innen/ Autor_innen
Fauth-Bühler, M. et al.
Jahr
2014
Bezug über
Verhaltenssüchte: Grundlagen, Diagnostik, Therapie, Prävention
Format
Fachartikel
Beschreibung

Die neurobiologischen Grundlagen von stoffgebundenen Süchten sind gut untersucht. In den letzten Jahren hat sich jedoch auch die Befundlage zu den neurobiologischen Grundlagen von Verhaltenssüchten und insbesondere vom pathologischem Glücksspiel zunehmend verbessert. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung bei pathologischem Glücksspiel. Dabei werden Erkenntnisse, die mittels verschiedener moderner bildgebenden Verfahren sowie elektrophysiologischer Methoden gewonnen wurden, wie auch genetische Befunde zusammenfassend dargestellt. Die Ergebnisse deuten auf Veränderungen in den Hirnfunktionen als auch der Hirnstrukturen bei pathologischen Spielern im Vergleich zu gesunden Kontrollen hin. Wie auch bei stoffgebunden Süchten spielt das dopaminerge mesokortikolimbische Belohnungssystem eine Schlüsselrolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der „Glücksspielsucht“